- Frühlingsgefühle … wirklich?
- Klischee oder einfach die Wahrheit?
- Einen guten Beschluss allen!
- Alle Jahre wieder …
- Der Herbst und seine kleinen Tücken
- Kopieren geht über studieren …
- Vertrauen in die Politik?
- Werbung für Alle, immer und überall!
- Alte Liebe rostet nicht!
- Immer mal wieder etwas Neues …
- Es war einmal…
- Mittendrin, statt nur dabei!
- 200 qm oder 8 qm? Das ist die Frage!
- Die sonnige Zeit des Jahres beginnt …
- Es hochzeitet gar sehr…
- Sie wehren sich und wehren sich
- Vorsätze und andere Quälgeister
Abnehmen, Sport treiben, sparen, gesünder essen, Nein sagen, Job wechseln, ausmisten, Stress abbauen – Anfang des Jahres ist Hochsaison für gute Vorsätze und ambitionierte Pläne. Wenige Tage nach Beschlussfassung dann der erste Einbruch: Wir haben doch wieder fette Wurst gekauft, Spannungskopfschmerzen vom Mammut-Meeting und keine alten Schulhefte entsorgt. Nichts hat sich geändert. Warum nicht?
Weil allein schon das Wort „Vorsatz“ seine Tücken hat. Sich etwas „vorsetzen“, althochdeutsch „furisezzen“, hieß, sich etwas „vor Augen setzen“ bzw. „voranstellen“. Da liegt vielleicht der Hund begraben. Was setzen wir uns eigentlich alles vor Augen? Haben wir ein konkretes Bild im Kopf, wie wir gesünder, schlanker, erholter oder organisierter aussehen? Und was sehen wir, wenn wir öfter Nein sagen wollen?
Oder anders herum: Das Bild, das wir uns vom Leben auf Mallorca vor Augen setzen, ist so mächtig, dass es den Blick auf das tatsächlich Mögliche und Machbare verstellt. Wir stehen wie ein Kind vor einem überdimensionalen Werbeplakat. Das lähmt. Und auch der konsequente Wandel vom immobilen Morgenmuffel zum Marathonläufer türmt sich als gigantisches Gebilde auf, das eben solche Schatten wirft. Wo anfangen?
„Sich etwas vor Augen zu setzen“ oder „etwas voranzustellen“ bleibt eine Gratwanderung zwischen Über- und Unterforderung. Dabei ist das sprachliche Bild doch eigentlich schon Tipp genug: Stellen wir auf unserer „To Do“-Liste doch mal uns selbst „voran“ – als Neinsager, Fitness-Guru, Asket, disziplinierter Alltags-Manager. Und dann setzen wir uns – spaßeshalber – mal die Vorfreude auf dieses Bild „vor Augen“.
Nein, kein guter Vorsatz, oder?
Smalltalkerin Alexandra Kovanetz
info@weigang-pro.de
