„Kopieren geht über studieren!“, dieser Spruch war zu Schul- oder Studiumszeiten Gold wert. Wie einfach war es damals, nicht alles für sein Fach lernen zu müssen, da man ja die Altklausuren hatte und wusste, dass der Professor immer die gleichen Fragen stellte.
Oder man sich von einem sehr strebsamen und immer top-vorbereiteten Kommilitonen die Aufzeichnung kurz ausleihen und somit die verpasste Vorlesung doch noch nachlesen konnte. Schlau war das ja, und auch bequem; aber kreativ oder selbstständig? Sicher nicht!

Mittlerweile scheint in der Werbung von heute dieses Prinzip leider auch der momentane Trend zu sein. Denn langsam steht eine gute Idee nicht mehr lange für nur ein Produkt.
Angefangen hat es mit den fast identischen Titelliedern im Spot der beiden größten Mobilfunkanbieter oder mit den vor emotionen triefenden, trällernden Chören normaler Alltagsmenschen für Coca Cola und Telekom.

Aber muss das denn sein?

Natürlich gab es schon immer das Phänomen des Kopierens in der Branche. Allerdings war das damals durch die eingeschränkten, technischen Möglichkeiten bedingt einen Spot zu realisieren. Und der spektakulären Vermarktung von Produkten aller Art an sich wurde noch nicht die Bedeutung zugerechnet wie heute. Zu Omas Zeiten ging es um Fakten und Anschaulichkeit. Alles musste logisch, ordentlich und klar strukturiert sein in einem Werbespot. Dadurch ähnelten sich die Spots gezwungener Maßen.

Heute gilt das aber eben nicht mehr!

So  muss man sich dann fragen: Wo ist denn die Innovation, Kreativität und einzigartige Produktvermarktung der letzten Jahrzehnte hin?
Sind wir schon am Ende unseres Lateins bezüglich der Werbung, wenn man sich die neuesten Spots von “Sparkasse“ und “Das Handwerk“ anschaut?

Vergleichen Sie mal selbst.

Smalltalkerin Alexandra Kovanetz
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